Aktuell / 27.10.2011

Helmholtz-Gemeinschaft verstärkt Forschung zur CO2-Abscheidung

CO2-Moleküle über Membrane abtrennen

Gastrennmembran: Auf eine poröse Metallträgerschicht wird eine 100 bis 200 Nanometer dünne Funktionsschicht aufgebracht, die nur CO2-Moleküle durchlässt. Strömt das Rauchgas an ihr vorbei, wird das Kohlendioxid abgeschieden. Bild: RUB

Beispielsweise stellen die Forscher am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung Membranen her, indem sie auf eine metallische Trägerschicht mehrere keramische Funktionsschichten auftragen. Hier können sich CO2-Moleküle anheften und hindurchtreten. Innen auf die Rohre aufgebracht, durch die das Rauchgas strömt, lässt die Membran nur CO2-Moleküle auf die Außenseite durch, wo sie verflüssigt und entsorgt werden können. Die Wissenschaftler arbeiten nun daran, die Selektivität der Membranen für CO2 zu verbessern und Anwendungen in größerem Maßstab zu erforschen.
Hochtemperaturmembranen haben gegenüber konventionellen Abtrennverfahren den Vorteil, dass deutlich geringere Wirkungsgradverluste in Kauf genommen werden müssen als zum Beispiel bei einer chemischen Gaswäsche.

Spatenstich für neues Gebäude am Forschungszentrum Jülich

Um die Forschung an dieser Technologie entscheidend voranzutreiben, entsteht auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich das sogenannte Membranzentrum des Instituts für Energie und Klimaforschung – Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1). Der Bau soll Anfang 2013 fertig gestellt werden. Die Investitionen für das Gebäude, Einrichtung und Gerätschaften belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Ein Großteil der Kosten trägt das Bundesforschungsministerium.


In das Gebäude zieht auch das neu gegründete Institut für Klimaforschung - Grundlagen der Elektrochemie (IEK-9) mit ein. Hier sollen die technologisch ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Instituts für Energie- und Klimaforschung grundlagenorientiert flankiert werden.

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